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Australien: Reisebericht Teil 2

Kangaroo Island

Die Insel ist ein Juwel für Naturfreunde. Ihre Länge beträgt knapp 150 km und sie ist 60 km breit. Zwar wird sie auch landwirtschaftlich genutzt, doch es gibt eine Vielzahl an Naturschutzgebieten. Nur wenige Einwohner leben in kleinen Ortschaften, die hauptsächlich im Osten der Insel liegen. Hauptort der Insel ist Kingscote, ein weiterer, etwas größerer Ort ist Penneshaw. Dort findet man auch die meisten Unterkünfte in unterschiedlichen Kategorien. Wir wohnten in einem Motel in dem kleinen Ort American River, direkt an der Pelican Lagoon.

Viele Besucher kommen nur zu einem Tagesausflug oder übernachten einmal auf der Insel. Wir verbrachten allerdings einige Tage dort, entdeckten immer wieder Neues und fanden es sehr lohnenswert. Abseits der einzigen Hauptstrasse waren wir meist völlig alleine und genossen die absolute Ruhe.

Nur wenige Straßen sind geteert, so die Hauptstrecke zwischen Penneshaw, wo die Fähre anlegt, in Richtung Seal Bay und Parndana. Die meisten Nebenstrecken sind allerdings in gutem Zustand und problemlos zu befahren. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es allerdings nicht, so dass man auf ein Auto angewiesen ist oder man nimmt an organisierten Bustouren teil, die auf der Insel angeboten werden.

Auf Kangaroo Island leben unter anderem viele Koalas, das Tammar Wallaby, Seelöwen und Neuseeländische Seehunde. Pinguine leben an den Stränden der Ostküste und man kann sie z.Bsp. in Kingscote oder in American River sehen. Sie spazierten am Strand direkt vor unserem Motel herum und warteten dort am Morgen an der Eingangstür auf Futter.

Viele Tiere sind nachtaktiv. Bei nächtlichen Spaziergängen durch American River sahen wir Eulen und konnten die Wallabys vor unserem Motel am Straßenrand beobachten.


Übersicht Kangaroo Island Link zu Google Maps Informationen zu Kangaroo Island
Karte Kangaroo Island


Cape Gantheaume Conseravation Park
Der Park liegt an der Südküste der Insel und ist eine raue Wildnis mit bewaldetem Innland und wunderschöner Küstenlandschaft. Am Nordrand des Parks liegt die Murray Lagoon, der größte Süßwassersee der Insel. Er ist ein wichtiges Brutgebiet für zahlreiche Vögel. Hier befindet sich auch die Rangerstation in den Parkheadquarters. Weite Teile des Parks sind, mit wenigen Ausnahmen, nur zu Fuß zu erkunden.
D´Estrees Bay
Zu ihr gelangt man über eine Schotterpiste, die nach einigen Kilometern am Strand endet. Belohnt wird man mit faszinierender Bilderbuchlandschaft: einsame Strände, Buchten, Felsen und türkisfarbenes Meer.
Wir waren hier völlig allein, genossen die Ruhe und wurden zu einer Attraktion für die kleinen, hübschen Staffelschwänze. Sie fanden Gefallen an unserem Wagen und inspizierten ihn von allen Seiten (siehe Fotos).
Seal Bay Conservation Park
Der Park ist die Attraktion auf Kangaroo Island, denn hier leben die australischen Seelöwen. Dadurch wurde er zur wichtigsten Touristenattraktion der Insel. Alle organisierten Bustouren treffen hier ein. Daher sollte man den Park früh am Morgen oder am späteren Nachmittag aufsuchen.
Wegen des hohen Besucherandrangs darf man nur noch mit einer geführten Tour zum Seelöwenstrand. Die Ranger achten auf ausreichend Abstand, so dass die Tiere nicht zu sehr gestört werden. Dennoch kommt man nahe genug an sie heran um einen bleibenden Eindruck zu bekommen und Fotos machen zu können.Die Touren dauern ca. 45 Minuten und finden ständig statt.
Alleine begehen kann man einen Boardwalk, der vom Visitor Centre abgeht. Er führt zu einem Aussichtspunkt. Unterwegs sieht man auch hier manchmal Seelöwen, die vom Strand heraufgekommen sind und in der grünen Vegetation dösen.


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Little Sahara
Die Abzweigung liegt zwischen der Seal Bay und Vivonne Bay. Die Landschaft hier erinnert wegen der hohen, weißen Sanddünen an eine Wüste.
Vivonne Bay
Der kleine Ort liegt an einem Sandstrand, der zum Verweilen einlädt. Am Ende des Strandes findet man Point Ellen, von wo aus man die Klippen bewundern kann.
Flinders Chase Nationalpark
Dies ist der größte Nationalpark der Insel. Er liegt an der Westküste zwischen Cape Borda und der Sanderson Bay. Hierher kann man sowohl über die Straße, die an der Südküste verläuft, als auch über die Hauptstraße der Insel über Parndana gelangen.
Zentrum des Parks ist Rocky River, wo sich auch die Parkheadquarters und das Visitor Centre befinden. Hier, so habe ich gelesen, trifft man auf Koalas, Kakadus und zudringliche Känguruhs, die um Futter betteln. Im Jahr 2008 hatte jedoch ein großes Buschfeuer gewütet, was in Australien immer wieder vorkommt. So fanden wir nur eine verkohlte, öde Landschaft vor und alle Tiere waren verschwunden.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Parks liegen an dem südlichen Küstenabschnitt. Sie sind alle mit einem normalen Wagen zu erreichen und werden auch von den organisierten Touren angefahren:
Cape Du Couedic Lighthouse und Admirals Arch
Der malerische Leuchtturm liegt hoch über dem Meer. Von dort gelangt man über einen kurzen Fußweg zum Admirals Arch, einem beeindruckenden Felsenbogen, geschaffen vom Meer. Hier leben Neuseeländische Pelzrobben. Von einer hölzernen Plattform aus kann man sie auf Felsen in der Meeresgischt liegend beobachten.
Remarkable Rocks
Sie liegen einige Kilometer östlich vom Cape Du Couedic. Es handelt sich um verwitterte Felsblöcke auf einem massiven Granitblock hoch über dem Meer.
Cape Borda
Diese Attraktion liegt an der nordwestlichen Spitze der Insel. Auch hier findet man einen Leuchtturm etwa 155 m über dem Meer auf Klippen liegend.
Hanson Bay Sanctuary
Das kleine Schutzgebiet liegt ebenfalls an der Südküste, östlich des Flinders Chase Nationalparks. Hier wurden wir für die fehlenden Tiere im Nationalpark entschädigt.
Auf einem kleinen Fußweg entdeckten wir Koalas in den Eukalyptusbäumen und sahen grasende Känguruhs. Durch lautes Kreischen machten die Yellow-tailed black Cockatoos auf sich aufmerksam. Dieses Gebiet hatten wir wieder für uns alleine.
Parndana
ist der einzige nennenswerte Ort im Inselinneren. Hier liegt ein kleiner Wildlife Park.
Stokes Bay
ein ursprünglicher Strandabschnitt an der Nordküste der Insel.

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Zurück auf dem Festland gelangt man von der Fleurieu Peninsula in die Adelaide Hills mit dem von Deutschen gegründeten Ort Hahndorf. Das Dorf ist sehr deutsch, man findet deutsche Restaurants und Kaffeehäuser, und sehr touristisch. Berühmt ist auch das Barossa Valley, ein Weinanbaugebiet, 70 km nordöstlich von Adelaide. Uns trieb es aber schnell weiter in die Riverlands, nach Renmark, in den australischen Busch.

Riverlands

Als Riverlands wird die Gegend von Renmark, Berri und Morgan am Murray bezeichnet.
Der Murray ist der größte Fluss Australiens. Er entspringt in den Snowy Mountains und mündet schließlich bei Goolwa in den Ozean.
Vorherrschend ist hier die Mallee-Vegetation. Darunter versteht man Gebüsch- und Buschland, dominiert von niedrigen, 2-10 m hohen Eukalyptusbüschen. In Australien gibt es ca 200 verschiedene Malle-Eukalyptusarten. Das Gebiet ist semiarid (halbtrocken). Nur am Flussufer findet man auch höhere Bäume.
Renmark
Wir entschieden uns in dieser Stadt zu übernachten und wohnten im Renmark Hotel and Motel. Das Hotel liegt nur durch eine Straße getrennt am Murray River und von den Motelzimmern aus hat man teilweise einen schönen Blich auf den Fluss und den dort liegenden Park.
Hier sahen wir Possums, die in der Abenddämmerung aus ihren Verstecken kamen und im Park auf dem Boden nach Futter suchten. Sie sind völlig zutraulich und wir konnten nahe an sie heran.
Renmark besitzt einen Rosengarten, im Ort werden Hausboote gebaut und man kann eine Bootstour auf dem Murray unternehmen. Der Riverfront Walk bietet sich für einen Spaziergang an. Er ist 5 km lang und gibt historische Informationen über die Stadt und den Fluss.
Eine weitere Attraktion ist Bredl´s Wonder World of Wildlife, ein Reptilienpark, der im Besitz von Rob Bredl ist. Er ist ein Reptilienspezialist und ist in etlichen Fernsehsendungen, auch im deutschen Fernsehen, zu sehen.
Murray River Nationalpark
Er liegt nahe bei Renmark und besteht aus drei Gebieten: den Lyrup Flats, welche wir besuchten, Katarapko und Bulyong Island. Sie dienen dem Schutz der Überschwemmungsgebiete.
Lyrup Flats
Sie sind das Überschwemmungsgebiet an der nördlichen Seite des Murray und ein idealer Platz für "Birdwatching" und "Wildlife Viewing". Man erreicht sie vom Stuart Highway über eine Abzweigung nahe bei Berri. Nahe am Eingang findet man Informationstafeln über die Geschichte, sowie Informationen über Tiere und Pflanzen.
Wir genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit und hätten hier Tage verbringen können.

Bredls Wonder World of Wildlife
Infos zum Lyrup Flat Nationalpark
Link zu Google Maps

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